Antragsfrist endet am 17. Mai

In diesem Jahr endet die Antragsfrist für den Sammelantrag sowie für die meisten Auszahlungsanträge im Bereich der Agrarumweltmaßnahmen am 17. Mai. Dieser Termin sollte nicht verpasst werden, da später eingehende Anträge prozentual zu kürzen und nach dem 11. Juni aufgrund der Fristüberschreitung ganz abzulehnen sind.

Im Vorfeld der Antragstellung empfiehlt es sich die im ELAN-Programm hinterlegten Merkblätter und den Ratgeber Förderung aufmerksam zu lesen. Ebenso lohnt sich ein Blick in das Internetangebot der Landwirtschaftskammer. In der Rubrik Förderung finden sie neben fachlichen Erläuterungen auch Hilfe und Tipps zur elektronischen Antragstellung.

Für telefonische Rückfragen rund um die Antragstellung stehen die Kreisstellen der Landwirtschaftskammer, sowie bis zum 17. Mai eine zentrale Telefon-Hotline unter der Nummer 0251 2376-201 zur Verfügung. Die zentrale Hotline ist montags bis donnerstags von 08.00 - 16.00 Uhr und freitags von 08.00 - 13.00 Uhr erreichbar.

Sollten sie Hilfe bei der Antragstellung benötigen, so wenden sie sich an ihre zuständige Kreisstelle und haben Sie bitte Verständnis, wenn aufgrund der großen Nachfrage nicht mehr alle Terminwünsche realisiert werden können oder es zu Wartezeiten kommen kann. Vor einem solchen Termin empfiehlt es sich zur Vereinfachung der Mithilfe, die bewirtschafteten Flächen und die entsprechende Nutzung sowie weiterer benötigter Angaben bereits notiert zu haben.

Eine Antragstellung erfolgt ausschließlich im Online-Verfahren durch das ELAN-Programm. Ab diesem Jahr ist die Einreichung eines Datenbegleitscheins nicht mehr notwendig. Sobald der Antrag elektronisch eingereicht wurde, gilt der Antrag als gestellt. Im ELAN-Programm wird eine Quittung über die elektronische Antragseinreichung erzeugt, diese ist nur für die eigenen Unterlagen bestimmt und muss nicht bei der Kreisstelle eingereicht werden. Der Antragseingang bei der Zahlstelle wird mittels einer E-Mail bestätigt. Es ist also erforderlich, dass jeder ELAN-Antragsteller eine aktuelle E-Mailadresse im Antrag angibt.

Sollte es gegebenfalls notwendig sein, dass weitere, notwendige Unterlagen in Papierform, beispielsweise Nachweise, Bestätigungen, Bescheinigungen oder Verträge, zur Antragstellung vorzulegen sind, so sind diese bei der Kreisstelle ebenfalls fristgerecht einzureichen. Der 17. Mai gilt auch als Stichtag für die Meldungen der außerhalb von Nordrhein-Westfalen liegenden Flächen in den betreffenden Bundesländern. Bitte verwenden Sie in diesen Fällen die landesspezifische Antragssoftware.

Für die Anmeldung im ELAN-Programms wird neben der ZID-Registriernummer auch eine PIN benötigt. Sollte eine neue PIN benötigt werden, da beispielsweise die bisherige PIN vergessen wurde und eine Anmeldung somit nicht möglich ist, gilt es zu beachten, dass es einige Tage dauert, bis eine neue PIN postalisch zugestellt wurde. Eine einzelbetriebliche Verlängerung der Antragsfrist aufgrund einer fehlenden PIN oder ZID-Registriernummer ist generell nicht möglich. Sollte eine bekannte, bisherige PIN hingegen nur zu ändern sein, erfolgt dieses im ELAN-Programm selber.

Unabhängig von der Antragsfrist, können ohne Kürzungen bis zum 31. Mai noch einzelne Flächen geändert oder nachgemeldet werden. Entsprechende Formblätter sind im Internetangebot der Landwirtschaftskammer NRW in der Rubrik Förderung, abrufbar. Flächen, welche zwischen dem 01. und 11. Juni nach gemeldet werden erhalten eine 1-prozentige Kürzung je Arbeitstag. Sollten nach der Einreichung noch Fehler im Antrag festgestellt werden, so sind diese innerhalb einer Frist von 3 Tagen der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer mitzuteilen. Eine sanktionsfreie Korrektur des Antrags ist dann noch unter bestimmten Voraussetzungen möglich, es sei denn, die Kreisstelle der Landwirtschaftskammer hat bereits auf die Unregelmäßigkeit hingewiesen oder es wurde bereits eine Vor-Ort-Kontrolle angekündigt.

Es ist nur die Person antragsberechtigt, die zum Zeitpunkt der Antragsstellung und bis zum Antragsende am 17. Mai Betriebsinhaber ist. Sollte ein Betriebswechsel, zum Beispiel eine Hofübergabe vorliegen, so muss der Betriebsübernehmer sich rechtzeitig vor der Antragstellung an die Kreisstelle wenden, damit ihm eine neue Unternehmer- und ZID-Nummer zugewiesen wird. Mittels der neu zugewiesenen Nummer und der namentlichen Registrierung des Betriebsübernehmers ist dann der Antrag zu stellen, eine einfache Mitteilung über den Betriebswechsel nach der Antragstellung unter dem Namen des Betriebsübergebers, ist nicht ausreichend. Der Antrag gilt dann als nicht gültig gestellt und muss abgelehnt werden.

Es ist auf die vollständige Nutzung der Zahlungsansprüche zu achten, da ansonsten die Gefahr besteht, dass diese nicht genutzten Zahlungsansprüche ersatzlos in die Nationale Reserve eingezogen werden. Eine aktuelle Übersicht zu ihren aktivierten und nicht aktivierten Zahlungsansprüchen können Sie im Internet aus der Zentralen InVeKoS-Datenbank (www.zi-daten.de) aufrufen.

Nicht benötigte Zahlungsansprüche können beispielsweise verkauft oder verpachtet werden. Eine mögliche Vereinbarung zur Übertragung von Zahlungsansprüchen muss spätestens bis zum 31. Mai abgeschlossen und in der Regel dann auch in der Zentralen InVeKoS-Datenbank (ZID) verbucht sein. Zahlungsansprüche, die verspätet übertragen werden, können im diesjährigen Antragsverfahren keine Berücksichtigung finden und gelten unter Umständen als nicht genutzt. Der Handel muss ordnungsgemäß durch beide Vertragspartner in der ZID fristgerecht eingetragen sein.

Stand: 21.04.2020

Autor: Roger Michalczyk