Agrarumweltmaßnahmen - Förderperiode 2014 - 2020

Wie in den vergangenen Jahren fördert das Land NRW die Umsetzung freiwilliger Agrarumweltmaßnahmen mit denen in erster Linie Beiträge zum Erhalt der Biodiversität und zum Schutz abiotischer Ressourcen, wie z.B. dem Gewässerschutz erbracht werden. Hier finden Sie alle aktuellen Informationen zu den Voraussetzungen, Antragsformularen und Antragsfristen der Auszahlungs-, Grund- und Folgeanträge.

Antragsfristen

- Jährlicher Auszahlungsantrag 17. Mai 2021
- Folgeantrag (ELAN) 17. Mai 2021
- Folgeantrag ggf. inkl. Erweiterung (Papier) 30. Juni 2021
- Grundantrag 30. Juni 2021

Auszahlungsanträge

Im Rahmen Ihrer fünfjährigen Bewilligung der Agrarumweltmaßnahmen sind Sie dazu verpflichtet, einen jährlichen Auszahlungsantrag einzureichen. Dies ist ab dem 15. März 2021 über ELAN möglich. In der Maßnahme Zucht und Haltung bedrohter Haus- und Nutztierrassen wird der Auszahlungsantrag wie in den Vorjahren als Papierantrag gestellt. Voraussetzung ist eine gültige Bewilligung in der jeweiligen Maßnahme.

Folgeanträge (für Betriebe mit zum 31.12.2021 auslaufenden Verpflichtungen )

Für Betriebe, die über eine Bewilligung mit Grundantragsjahr 2016 verfügen oder deren Folgeantrag in 2020 bewilligt wurde, endet die Verpflichtung am 31. Dezember 2021. Diese Betriebe haben die Möglichkeit, ebenfalls über ELAN, einen Folgeantrag mit einjährigem Verpflichtungszeitraum einzureichen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit bis zum 30. Juni 2021 den Folgeantrag bei der zuständigen Kreisstelle einzureichen. Grundlage für die Bemessung des Bewilligungsumfangs ist das beantragte Flächenverzeichnis 2021. Für die Förderung der Anlage von Blüh- und Schonstreifen, der Anlage von Uferrand- und Erosionsschutzstreifen, der Förderung im Vertragsnaturschutz sowie der Förderung der Zucht und Haltung bedrohter Haus- und Nutztierrassen kann der Bewilligungsumfang im Vergleich zur bestehenden Bewilligung wie folgt geändert werden.

Blüh- und Schonstreifen

 Mit dem Folgeantrag kann eine Erweiterung des Flächenumfangs beantragt werden. Nutzen Sie die Möglichkeit eine Erweiterung über ELAN zu beantragen. Nach dem Einreichen des Sammelantrages nutzen Sie bitte dieses Formular. Sofern der Flächenumfang nicht erweitert werden soll, wird die aktuell bestehende Bewilligung zugrunde gelegt. Verringert werden kann der Umfang an Blüh- und Schonstreifen, aufgrund des einjährigen Verpflichtungszeitraums sanktionslos, mit dem Auszahlungsantrag 2022. Eine Neueinsaat bereits bestehender Blüh- und Schonstreifen ist, ebenfalls aufgrund der einjährigen Laufzeit, nicht vorgeschrieben.

Uferrand- und Erosionsschutzstreifen

Es sind Änderungen der Bewilligung im Folgeantrag in Form von einer Herausnahme oder einer Neuaufnahme von Einzelflächen möglich. Dies kann sowohl über ELAN als auch über den Papierantrag erfolgen. Nach dem Einreichen des Sammelantrages verwenden Sie bitte dieses  Formular und reichen es bis zum 30.06.2021 bei Ihrer zuständigen Kreisstelle ein.

Vertragsnaturschutz

Mit dem Folgenantrag kann der bestehende Bewilligungsumfang beibehalten, verringert (Herausnahme von Flächen) oder erweitert (Paketwechsel oder Neuaufnahme von Flächen) werden. Dies kann über das ELAN-Verfahren erfolgen oder Sie verwenden dieses Formular und fügen die dazugehörige Flächenanlage bei.

Zucht und Haltung bedrohter Haus- und Nutztierrassen

Die Antragsstellung ist nicht über ELAN, sondern ausschließlich über das ab Mitte Mai hier bereitgestellte Formular möglich. Mit dem Folge- und Erweiterungsantrag können einzelne Tiere (Pferde, Schweine, Rinder) heraus oder hinzugenommen werden, bzw. Bestände von Schafen und/oder Ziegen sowohl verringert als auch vergrößert werden. 

Folgeanträge können Betriebe mit zum 31.12.2021 auslaufenden Verpflichtungen für die hier aufgeführten Maßnahmen einreichen. Das Einreichen eines Folgeantrages ist für diese Betriebe die einzige Möglichkeit weiterhin an der jeweiligen Maßnahme teilzunehmen. Ein Grundantragsverfahren wird für diese Betriebe nicht angeboten.

  • Anbau vielfältiger Kulturen im Ackerbau
  • Anlage von Blüh- und Schonstreifen
  • Anlage von Uferrand- und Erosionsschutzstreifen
  • Extensive Grünlandnutzung
  • Vertragsnaturschutz
  • Zucht und Haltung bedrohter Haus- und Nutztierrassen

Grundanträge

Betriebe, die neu in eine der unten aufgeführten Maßnahmen einsteigen wollen, können bis zum 30. Juni 2021 einen Grundantrag für eine einjährige Verpflichtung in den hier aufgeführten Maßnahmen bei ihrer zuständigen Kreisstelle einreichen.

  • Anlage von Blüh- und Schonstreifen
  • Anlage von Uferrand- und Erosionsschutzstreifen
  • Extensive Grünlandnutzung
  • Vertragsnaturschutz
  • Zucht und Haltung bedrohter Haus- und Nutztierrassen

Die Grundanträge im Vertragsnaturschutz sind bei den Kreisen und kreisfreien Städten als Bewilligungsbehörde zu stellen.

Darüber hinaus haben bereits teilnehmende Betriebe an den Maßnahmen Uferrand- und Erosionsschutzstreifen, Haltung bedrohter Haus- und Nutztierrassen und Vertragsnaturschutz die Möglichkeit einen Grundantrag für zusätzliche Flächen, bzw. Tiere einzureichen, sofern die Voraussetzungen für einen Folgeantrag nicht gegeben sind. Eine Bewilligung dieser Anträge führt zu parallellaufenden Bewilligungen mit unterschiedlichen Verpflichtungszeiträumen.

Ausstiegserklärung Anbau von Zwischenfrüchten

Am 1. Mai 2020 ist die neue Düngeverordnung des Bundes (DüV) in Kraft getreten. In den neu ausgewiesenen roten Gebieten ist der Anbau von Zwischenfrüchten vor Sommerungen mit wenigen Ausnahmen künftig gesetzlich vorgeschrieben. Die Regelungen gelten ab Herbsteinsaat 2021. Grundsätzlich sind nur jene Maßnahmen förderfähig, deren Anforderungen über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Folglich ist die Förderung des Anbaus von Zwischenfrüchten innerhalb der roten Gebiete ab 2022 nicht mehr möglich. Nur Flächen die innerhalb der Förderkulisse der WRRL liegen, jedoch nicht mehr als rotes Gebiet ausgewiesen sind, können weiterhin gefördert werden.

Antragsteller haben die Möglichkeit, auf Wunsch vorzeitig zum 01.07.2021 sanktionsfrei und ohne Rückzahlungen aus der Maßnahme auszusteigen. Nutzen Sie dazu dieses Formular.

Stellen Sie in jedem Fall Ihren Auszahlungsantrag für das Jahr 2021, denn die Verpflichtungen bleiben bis zum 30.06.2021 in jedem Fall bestehen. Andernfalls sind die bereits gewährten Zuwendungen zurückzuzahlen.


Weiterführende Informationen, die Antragsformulare und Merkblätter finden Sie unter der jeweiligen Maßnahme.

Beratung

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