Ausgleichszulage benachteiligte Gebiete

Richtlinienänderung ab 2019

Ab 2019 gilt eine neue Gebietskulisse. Als benachteiligt eingestuft sind jetzt auch einige Gemeinden im Bergischen Land, in Südwestfalen und im Ruhrgebiet. Änderungen gab es auch in der Region Ostwestfalen-Lippe, in der Gebiete sowohl neu zur Kulisse hinzugekommen als auch weggefallen sind. Für Gebiete, die nach der Richtlinienänderung nicht mehr als benachteiligt eingestuft sind, wird für die Jahre 2019 und 2020 eine sogenannte „Phasing-Out-Zahlung“ gewährt. Zudem haben sich auch die Prämiensätze geändert. Neu ist auch, dass die LVZ nicht mehr relevant ist, stattdessen wird die gemeindebezogene EMZ (Ertragsmesszahl) zugrunde gelegt. Die genauen Voraussetzungen werden im Folgenden erläutert.

Was wird gefördert?

Ausübung der landwirtschaftlichen Tätigkeit auf bestimmten landwirtschaftlich genutzten Flächen innerhalb des festgelegten „benachteiligten Gebietes“. Förderfähig sind nur Flächen in Nordrhein-Westfalen mit einer Mindestgröße von 0,01 Hektar. Landschaftselemente werden nicht gefördert.

Im Berggebiet (Zone 001), in natürlich benachteiligten Gebieten (Zone 002) und in spezifisch benachteiligten Gebieten (Zone 003) werden sowohl Grünland- als auch Ackerflächen gefördert. Dies heißt die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche mit Ausnahme der Nutzartcodierungen 50 bis 57, 563 bis 599 und 907 bis 99 sind förderfähig.

Im Phasing-Out-Gebiet (Gebiete der historischen Gebietskulisse in Zone 002, jetzt Zone 004) sind für die Antragsjahre 2019 und 2020 nur Flächen mit den Nutzartcodierungen 421 bis 424, 459, 480, 492, 572 und 573 zulässig.


Wer wird gefördert?

Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber im Sinne des Artikels 4 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013, die eine landwirtschaftliche Tätigkeit auf Flächen, deren Nutzung überwiegend landwirtschaftlichen Zwecken dient, ausüben und den Betrieb selbst bewirtschaften.


Wie hoch ist die Förderung?

Die Prämien je Hektar sind abhängig von der Gebietsart und der EMZ.

Gebiet EMZ-Gruppe Prämiensatz je ha
001 0 70 €
002/003 Grünland 1 bis 30 50 €
002/003 Grünland 31 bis 35 40 €
002/003 Grünland ab 36 28 €
002/003 Acker ab 1 25 €
004 0 25 €

Eine Prämie wird nur gewährt, wenn mindestens 250 € erreicht werden (Bagatellgrenze) und mindestens 3 Hektar förderfähige Fläche beantragt werden.

Degression

Die Ausgleichszulage beträgt:

bis 100 ha: 100 Prozent
über 100 - 150 ha: 75 Prozent
über 150 ha: 0 Prozent

Der festgelegte Prämiensatz je Hektar förderfähiger Fläche wird unter Berücksichtigung des Anteils der festgestellten Flächen entsprechend anteilig gekürzt.


Fristen

Die Einreichungsfrist endet am 15. Mai 2019. Die beigefügte Anlage B ist zusammen mit dem Mantelbogen zum Sammelantrag sowie dem Flächenverzeichnis über das ELAN-Verfahren online einzureichen. Darüber hinaus ist der Datenbegleitschein zu unterschreiben und per Post fristgerecht an die für Sie zuständige Kreisstelle zu senden.


Cross Compliance

Verstöße gegen die anderweitigen Verpflichtungen werden geahndet, was zu Kürzungen der Ausgleichszulage führen kann. Weitere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Broschüre „Cross Compliance“.


Anträge / Anlagen

Der Antrag ist als Anlage B zusammen mit dem Mantelbogen zum Sammelantrag und dem Flächenverzeichnis einzureichen. Der Antrag muss elektronisch mit ELAN-NRW gestellt werden.


Stand: 01.03.2019