Meldung der Tierzahlen durch Tierhalter und Viehhändler

Meldeweg

Die Tierzahlmeldung kann schriftlich per Meldebogen oder auch per Internet vorgenommen werden. Telefonische Meldungen können leider nicht entgegengenommen werden. Um die Tierzahlmeldung schnell und sicher abzugeben, wird die Nutzung des Online-Meldebogens empfohlen.

Neues Verfahren zur Onlinemeldung der Tierzahlen

Am 08.01.2021 hat die Tierseuchenkasse an alle ihr bekannten Tierbesitzer - mit Ausnahme der Rinderhalter - den Meldebogen für die Tierzahlmeldung 2021 verschickt.

Mit dem Meldebogen erhalten bereits registrierte Tierhalter einen Zugang für das Meldeportal inklusive Kennwort für die Tierzahlmeldung zugesandt.

Bitte beachten Sie: Die bisher verwendete HIT-PIN kann für die Tierzahlmeldung der Tierseuchenkasse nicht mehr verwendet werden.

Der Zugang für die Online-Meldung ist über die Internetadresse www.tierzahlenmeldung-nrw.de möglich.

Sollten Sie nicht weitergeleitet werden, verwenden Sie bitte den direkten Link auf die Seite unseres Dienstleisters für die Datenerfassung: nw.agrodata.de/login.

Noch leichter und schneller ist die Tierzahlmeldung mittels QR-Code. Am Ende des Meldebogens ist ein QR-Code eingedruckt, den Sie per Handy/Tablet scannen können, um Ihre Tierzahlmeldung direkt per Handy abgeben zu können. Ein Kennwort ist hierbei nicht erforderlich, die Eingabe funktioniert aber nur einmalig

Weitergehende Informationen zur Meldung und den Meldebogen finden Sie hier:

Formulare zur Tierzahlmeldung

1. Neuanmeldung und Betriebsregistrierung

  • Meldebogen für die NeuanmeldungPDF-Datei 40 KByte
    Sie können das Formular am Bildschirm ausfüllen, abspeichern und per E-Mail oder Fax schicken.
    Ab 2021 ist Ihr Betrieb, wenn Sie nur Kameliden halten, nur registrierungspflichtig. Die Meldungen von Tierzahlen werden nicht übernommen und sind daher nicht erforderlich.

Die Haltung von Geflügel und Bienen erfreut sich derzeit sehr großer Beliebtheit. Aufgrund des sehr hohen Aufkommens von Neuanmeldungen ist es uns leider nicht möglich, Ihre Neuanmeldung zeitnah zu bearbeiten. Sie müssen leider mit einer Bearbeitungszeit von mind. 8 Wochen rechnen. Wir bitten Sie von diesbezüglichen Nachfragen abzusehen. Mit Versand Ihrer Neuanmeldung sind Sie Ihrer Verpflichtung, Ihre Tierhaltung bei der Tierseuchenkasse anzuzeigen, nachgekommen.

2. Tierzahlmeldung in bereits registrierten Betrieben

  • Meldebogen 2021PDF-Datei 200 KByte
    Sie können das Formular am Bildschirm ausfüllen, abspeichern und per E-Mail oder Fax schicken.
    Ab 2021 ist Ihr Betrieb, wenn Sie nur Kameliden halten, nur registrierungspflichtig. Die Meldungen von Tierzahlen werden nicht übernommen und sind daher nicht erforderlich.

3. Für Pferdehalter

4. Meldung von Viehhändlern

Alle Betriebe mit einer Zulassung nach § 12 der Viehverkehrsverordnung, die im Laufe des Jahres – wenn auch nur vorübergehend – Pferde, Rinder, Schweine, Schafe oder Ziegen in ihrem Besitz haben, müssen der Tierseuchenkasse bis zum 31.01.2021 mitteilen, wie viele Tiere sie maximal in Besitz nehmen können.

5. Tierhalterwechsel

  • Tierhalterwechsel / InhaberwechselPDF-Datei 60 KByte
    Sie können das Formular am Bildschirm ausfüllen, abspeichern und per E-Mail oder Fax schicken. Bitte benutzen Sie dieses Formular nur für die Meldung eines Tierhalterwechsels! Sofern auch Zahlungsansprüche übertragen werden sollen, wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Kreisstelle. Bitte beachten Sie, dass nunmehr die Möglichkeit besteht, dass der Landeskontrollverband die Rinder umschreibt. Wenn Sie im Formular entsprechendes ankreuzen, wird die Tierseuchenkasse dies veranlassen.
    Bitte beachten Sie dazu auch: Änderungen bei Tierhalterwechsel/Umfirmierung ab Juli 2019

Meldepflicht

Die Meldepflicht ergibt sich aus dem Tiergesundheitsgesetz (§ 20) und den entsprechenden landesrechtlichen Vorschriften. Jeder Besitzer von Pferden, Schweinen, Schafen, Ziegen, Geflügel, Gehegewild und Bienen ist verpflichtet, seinen Tierbestand schriftlich der Tierseuchenkasse zu melden. Die gemeldeten Tierzahlen sind die Grundlage für die Beitragsfestsetzung.

Es ist unerheblich, zu welchem Zweck (gewerbliche Tierhaltung, landwirtschaftliche Nutztierhaltung, Pensionstierhaltung, Reitställe oder auch Hobbyhaltung) oder in welcher Stückzahl die Tiere gehalten werden. Maßgeblich ist allein die Tatsache der Haltung mindestens eines Tieres einer der oben genannten Tierarten am Stichtag.

Eine Meldung ist zwingend erforderlich, auch wenn sich der Tierbestand gegenüber dem Vorjahr nicht verändert hat. Die nicht oder zu gering gemeldete Tierzahl hat zur Folge, dass der Anspruch auf Leistungen aus der Tierseuchenkasse entfällt oder die Leistungen erheblich gekürzt werden müssen.

Meldefrist

Stichtag für die Tierbestandsmeldung ist jeweils der 1. Januar. Die Meldung ist bis spätestens zum 31. Januar schriftlich abzugeben.

Es gibt allerdings drei Ausnahmen:

  • Bienenhalter haben den Jahreshöchstbesatz anzugeben; das ist die Anzahl der Bienenvölker im Sinne von § 1 der Bienenseuchenverordnung, die maximal im Beitragsjahr gehalten werden soll
  • Rinder müssen zum Stichtag nicht gemeldet werden; die Tierseuchenkasse entnimmt die Bestandszahlen für die Beitragsveranlagung der HIT-Datenbank.
  • Halter von Legehennen/Junghennen, Masthähnchen, Elterntieren, Puten, Putenküken, Enten, Entenküken, Gänse und Gänseküken müssen den Jahreshöchstbesatz melden, das heißt die Tierzahl, die maximal in der jeweiligen Geflügelart während des Jahres gehalten werden soll.

Nach dem 15.02. neu gegründete Tierbestände sind immer unverzüglich der Tierseuchenkasse schriftlich zu melden.

Nachmeldung

Über die Meldung zum 1. Januar (Stichtag) hinaus sind alle Tierbesitzer, die am 15. Februar mehr als 100 Schweine, 50 Rinder, 50 Pferde, 50 Schafe, 50 Ziegen und 50 Stück Gehegewild halten, verpflichtet, ihren Tierbestand auch zum 15. Februar zu melden, wenn sich bei einer dieser Tierarten der Tierbestand durch Zugänge aus anderen Betrieben seit dem 1. Januar um mehr als 10 v. H. erhöht hat oder dieser Tierbestand neu gegründet wurde. Die erforderliche Nachmeldung hat - auch für Rinder - schriftlich zu erfolgen. Die Nachmeldung ist bis spätestens zum 28. Februar an die Tierseuchenkasse zu richten.

Nach dem 15. Februar neu gegründete Tierbestände sind immer unverzüglich der Tierseuchenkasse schriftlich zu melden. Eine Beitragspflicht - außer für Geflügel und Bienen - besteht nicht.

Informationen für Bienenhalter

Bienenhalter haben den voraussichtlichen Jahreshöchstbesatz ihrer Bienenvölker anzugeben. Zu melden sind grundsätzlich alle Völker; auch kleine Ableger sind als solche zu bewerten. All das, was bei einem eventuellen Seuchenfall maximal vorzufinden, tierseuchenrechtlichen zu reglementieren und gegebenenfalls zu entschädigen ist, muss vollständig gemeldet werden.

Als Bienenhalter sind Sie verpflichtet, in Beständen ab zehn Bienenvölkern, jede Änderung in der Völkerzahl – auch Ableger - ganzjährig zu melden (Nachmeldung). Alle Änderungen, die eine Beitragserhöhung von 5 € oder mehr verursachen, werden Ihnen als Nachveranlagungsbescheid zugesendet.

Die Tierseuchenkasse als Solidargemeinschaft kann ihrer Aufgabe, Leistung von Entschädigungen und Beihilfen, nur nachkommen, wenn für alle im Beitragsjahr gehaltenen Tiere/Bienenvölker Beiträge bezahlt werden und daraus Rücklagen gebildet werden können. Nur dann ist in Seuchenfällen die Entschädigung aller Bienenvölker und die Übernahme der Kosten für die Tötung, Tierkörperbeseitigung sowie Reinigung und Desinfektion möglich.

Informationen für Geflügelhalter

Beim Geflügel ist der Jahreshöchstbesatz anzugeben, das heißt die Tierzahl, die maximal während des Jahres gehalten werden soll.

In Geflügelbeständen mit mehr als 500 Gänsen, 500 Enten, 500 Puten, 1000 Elterntieren, 1000 Masthähnchen, 1000 Legehennen/Junghennen, 1000 Gänseküken, 1000 Entenküken oder 1000 Putenküken ist jede Überschreitung des angegebenen Höchstbesatzes um mehr als 10 v.H. der Tierseuchenkasse unverzüglich mitzuteilen. Nachgemeldete Tiere sind beitragspflichtig.

Sofern Ihr Tierbestand kleiner ist oder sich weniger als 10 % verändert hat, ist eine Nachmeldung nicht erforderlich. Die Tierzahlen werden nicht übernommen.

Betriebe, die eine Zulassung als Viehhandelsunternehmen nach § 12 der Viehverkehrsverordnung haben, müssen den Höchstbesatz – je Standort – jeder Geflügelart melden.

Bei der Berechnung der Beiträge wird aber nur die Zahl der Tiere mit dem höchsten Beitragssatz herangezogen.