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Die Mitmach-Landwirtschaft oder auch Partizipative Landwirtschaft bezieht die Kunden direkt in das landwirtschaftliche Geschehen mit ein. Hierzu zählen neben Selbsternte und Patenschaften auch Mietgärten und die Solidarische Landwirtschaft. Sie alle haben gemeinsam, dass der Verbraucher nicht nur Kunde ist, sondern sich in unterschiedlicher Weise, auch mit eigener Arbeit, in die landwirtschaftliche Erzeugung einbringen kann. Da Anfahrtswege möglichst kurz sein sollen, finden sich solche Angebote häufig auf stadtnahen Betrieben.

Die folgenden Seiten sollen Lust machen und Sie dazu anregen, über neue Formen der Vermarktung nachzudenken. Sie können sich über verschiedene Konzepte informieren und mit einer Abfrage herausfinden, welches zu Ihnen passen könnte. Der Bereich „Umsetzen“ kann Ihnen Hilfestellungen bieten, um „Ihr“ Konzept im betrieblichen Alltag anzuwenden. Betriebsportraits von Berufskolleginnen und Berufskollegen zeigen Ihnen, welche Ansätze es in Ihrer Umgebung schon gibt und wie dort die Konzepte umgesetzt werden. Lassen Sie sich als Betriebsleiterin oder Betriebsleiter dazu anregen, sich aus diesem Ideenpool die besten Dinge herauszuholen und für Ihren Betrieb passgenau zusammenzustellen – oder zusätzlich selbst etwas Neues zu erfinden!

Der Garten macht auch den Kindern Spaß

Was genau ist die Mitmach-Landwirtschaft?

Die Mitmach-Landwirtschaft oder auch partizipative Landwirtschaft bezieht die Kunden direkt in das landwirtschaftliche Geschehen mit ein. Hierzu zählen neben Selbsternte und Patenschaften auch Mietgärten und die Solidarische Landwirtschaft. Sie alle haben gemeinsam, dass der Verbraucher auf dem Hof mitarbeiten kann.


Ernte vom Steigerhof

Selbsternte

Selbsternteflächen sind Anlagen, auf denen der Betrieb die Pflanzung und Pflege der Kulturen übernimmt und die Kunden anschließend selbst ernten. Auf einer ausgewiesenen Fläche werden kleinräumig verschiedene Obst- oder Gemüsesorten angepflanzt. Bezahlt wird entweder bei einer aufgestellten Spardose oder im Hofladen.


Apfel - Patenschaftsbaum

Patenschaften

Gegen eine Jahresgebühr wird ein vorher festgelegter Anteil der Ernte einer bestimmten Kultur im Voraus verkauft. Die Kunden können während der gesamten Patenschaftsdauer oder im Rahmen festgelegter Termine „ihre“ Patenkultur besuchen.


Im Mietgarten arbeiten macht einfach Spaß

Mietgärten

Eine Fläche, typischerweise maximal einen Hektar groß, wird, vorbereitet, gedüngt und in Längsrichtung streifenweise mit verschiedenen Kulturen eingesät. Anschließend werden Parzellen abgesteckt und diese vermietet.


In der Gruppe arbeitet es sich leichter

Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi)

Es handelt sich dabei um ein System, bei der eine Gruppe von Menschen landwirtschaftliche Tätigkeiten finanziert, sich die Erträge teilt und Risiken wie mögliche Ernteausfälle gemeinsam trägt. Die Grundidee besteht darin, dass sich die Mitglieder langfristig an einen Hof binden.


Welche Investitionsmöglichkeiten gibt es?

Alternative Finanzierungssysteme

Koproduktive Formen der Landwirtschaft verstehen sich auch als Alternativen zu dem vorherrschenden Wirtschaftssystem. Dementsprechend haben sich Initiativen entwickelt, die alternative Formen der Finanzierung anbieten.