Wie lange dauert das?

Diese Gedanken kennen Sie bestimmt: „Das ging ja schneller als ich dachte!“ Oder: „Oh je, das dauert doch viel länger als ich dachte!“ Woran hat’s gelegen, dass etwas schneller oder langsamer geht? War der Plan falsch? Gab es überhaupt einen? Habe ich die Aufgabe nicht richtig eingeschätzt? Die Wahrheit liegt meistens irgendwo dazwischen.

Vieles ist ungewiss, eines ist gewiss: Zu wissen, wie lange eine Aufgabe oder eine Arbeit dauert, hilft beim täglichen Jonglieren mit der Zeit. Jedoch ist es manchmal gar nicht so einfach, genau zu sagen, wie viele Minuten oder Stunden eine bestimmte Aufgabe dauert. Deshalb lohnt es sich, immer mal wieder auf die Uhr zu schauen und sich die Zeit für eine bestimmte Aufgabe bewusst zu machen und dies für sich zu bewerten. Das erleichtert zukünftige Planungen, und Sie erreichen Ihre gesteckten Tages-Ziele besser. Wenn Ihre Arbeiten häufig unterbrochen werden, berücksichtigen Sie das bei Ihrer Bewertung.

Probieren Sie es einfach mal aus bei einer Ihrer nächsten Aktivitäten und messen Sie die Zeit: Wie lange dauert die Fahrt zum Sport und zurück? Wie lange dauert es, die Kälber zu kennzeichnen und die HIT-Meldungen zu machen? Wie lange dauert es, das Mittagessen zuzubereiten? Wie viel Zeit benötige ich am Tag für Pausen, um fit zu bleiben? Wie lange dauert es, den Schreibtisch aufzuräumen? Nutzen Sie Ihre Uhr oder auch Ihre Stoppuhr auf dem Smartphone und ermitteln Sie die Zeit für eine oder mehrere Aufgaben. So erhöhen Sie Schritt für Schritt Ihre Zeitkompetenz und können diese immer wieder nutzbringend einsetzen.

Viel Spaß und gute Erkenntnisse!

Schnell Prioritäten für den nächsten Tag setzen

Was steht morgen an? Keine Frage, viel Arbeit! Sicher geht es Ihnen ähnlich. Familie und Hof fordern volle Kraft. Aber der Tag hat nur 24 Stunden. Davon sollten ungefähr sieben für den Schlaf berücksichtigt werden. Essen und Trinken und ein paar persönliche Stunden sollten ebenfalls nicht fehlen. Bleiben noch rund zwölf bis 14 Stunden, die Sie für Ihre betrieblichen und privaten Aufgaben und Vorhaben füllen können.

Da lohnt es sich, genauer hinzuschauen und den folgenden Tag vorauszudenken. Denn meistens nehmen wir uns viel zu viel für einen Tag vor. Wie kann es unkompliziert gehen? Nehmen Sie sich einen Zettel oder Block oder Ihr persönliches Notiz-Buch und notieren Sie die Aufgaben kurz, die Sie für morgen oder die nächste Zeit im Kopf haben. Dabei dürfen Sie private Vorhaben mit berücksichtigen. Die Liste wird sicher lang werden.

Nun legen Sie Prioritäten fest, indem Sie die wichtigsten Aufgaben kennzeichnen, zum Beispiel mit mit A oder einfach mit Textmarker markieren. A-Aufgaben sind die wichtigsten für den morgigen Tag und können nur von Ihnen selbst erledigt werden. Weitere Aufgaben, die sogenannten B und C-Aufgaben können verschoben oder delegiert werden. Nehmen Sie sich maximal 2 - 3 A-Aufgaben vor. Der geplante Tag kann kommen. Sie sind gut vorbereitet!

Planung führt zu besseren Ergebnissen und motiviert

Prioritäten sind wie ein Kompass und führen durch den Tag. Außerdem sind Arbeitsergebnisse in der Regel besser, weil die Aufgaben vorgedacht und mögliche Fehler oder Hindernisse rechtzeitig erkannt werden. 

Die gedankliche Vorwegnahme der Aufgaben erleichtert das NEIN-Sagen, weil Sie sich nicht so leicht ablenken lassen. 

Wer vorher plant, entscheidet schneller, wenn unvorhergesehene Aufgaben auftauchen. 

Gezielte Planung motiviert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, da die angestrebten Ziele und die damit verbundenen Aufgaben klar und transparent sind und der Maßstab für den Erfolg bekannt ist.

Pufferzeiten einplanen und flexibel bleiben

Verplanen Sie nur 50 bis 60% Ihrer Zeit! Diese "Regel" schafft etwas Luft. Denn die Dinge laufen ja nicht immer genau nach Plan. So bleiben 40% für Spontanes und Unerwartetes. Diese Pufferzeiten vermeiden einen überfrachteten Arbeitstag. Die Planung für einen Tag braucht nur einige Minuten zu dauern. Die Woche vorauszuplanen nimmt dagegen schon etwas mehr Zeit in Anspruch. Faustregel: 10% der zu verplanenden Arbeitszeit für die Planung vorsehen. Für deinen Tag also ca. 5 - 10 Minuten. In Arbeitspitzen wie zum Beispiel der Erntezeit gelingt die Einplanung von Pufferzeiten vielleicht nicht immer. Dennoch ist diese bewährte Regel hilfreich, um nicht nicht so leicht in eine Überlastungssituation zu kommen.

Planen Sie schriftlich

Schriftliche Planung kann durchaus in Stichworten erfolgen. Hier kommt die Psychologie ins Spiel. Wenn Sie etwas aufschreiben, was Sie erledigen wollen, hat das eine motivierende Wirkung. Sie haben in gewisser Weise einen verbindlichen Vertrag mit sich selbst geschlossen. Den wollen Sie natürlich einhalten, denn wer "betrügt" sich schon gern selbst? Außerdem können Sie nach Erledigung "abhaken", das verstärkt nochmal das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben. Probieren Sie es mal mit einer kleinen Aufgabenliste ("To-Do-Liste") aus!